Rinder laufen durch den Schnee

Marktlage Tierischer Bereich

Hier finden Sie unseren aktuellen Marktblick KW 13/26 und eine Zusammenfassung der Marktlage über die letzten 2 Monate aus unserem Newsletter vom März 2026. 

Schlachtpreise für Lämmer und Schafe in Deutschlandin BW

Lämmer zu Ostern gesucht, Schlachtschafe stabil

Lämmer sind derzeit knappes Gut, frühes Ostern und normale bis späte Lammungen im Süden Deutschlands sorgen für weniger schlachtreife Lämmer als gewohnt.
Nach einem turbulenten 2025 startet das neue Jahr für Schlachtschafe und Lämmer mit neuen Herausforderungen. Zu Ostern 2026 werden die Höchstpreise wie im Vorjahr knapp verfehlt, jedoch sind im Südwesten zertifizierte Lämmer wieder gesucht und erreichen Preise, lebend von bis zu 4,70 €/kg. Der gewisse Mangel an Lämmern zu Ostern ist in diesem Jahr nicht wie im Vorjahr auf die Blauzungenkrankheit zurückzuführen, sondern auf das im Kalender relativ früh gelegene Osterfest. Im Süden Deutschlands werden die meisten Lämmer ab Dezember geboren und sind dadurch nur teilweise schlachtreif. Teils fehlen ihnen nur wenige Wochen. Zum muslimischen Opferfest Ende Mai müssten damit aus heutiger Sicht eine ausreichende Zahl an schlachtreifen Lämmern zur Verfügung stehen. Wie sich die Preise im Sommer entwickeln werden ist aus jetziger Sicht noch schwer vorherzusagen, entscheidend wird jedoch wie viele Lämmer am Opferfest benötigt werden. Voriges Jahr wurden hier weniger Lämmer als gewohnt geschlachtet was den üblichen sommerlichen Preisrückgang zusätzlich befeuerte.
Bei den Schlachtschafen hingegen zeigt sich der Markt bereits seit Monaten äußerst stabil. Schafe sind stetig gesucht und damit auf hohem Preisniveau. Insbesondere bei direktvermarktenden Betrieben finden Schlachtschafe regen Absatz. Wie in den Vorjahren werden während des Haltungszeitraums der gekoppelten Tierprämie die Schlachtzahlen ab Mai wieder zurückgehen ehe sie Ende August wieder deutlich ansteigen werden.
Damit ist bei den Schlachtschafen mit grundsätzlich stabilen Preisen zu rechnen. Bei den Lämmern sind wesentliche Änderungen und evtl. Preisrückgänge erst im Sommer bzw. ab Juni zu erwarten.

©Frowin Brühl,  LEL Schwäbisch Gmünd
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