Datenanalyse Pflanzliche Märkte

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Hier finden sie die Analyse der USDA-Daten vom 9.4.2026 und die Analyse der EU-Daten vom 26.3.2026

Analyse der USDA-Daten vom 9.4.2026

Auch die aktuelle Einschätzung des US-amerikanischen Agrarministeriums (USDA) bestätigt: Sowohl die Getreideernte als auch die Ölsaatenernte im Wirtschaftsjahr 2025/26 präsentieren sich als Ernten der Superlative. Nie zuvor konnten auf der Welt mehr Getreide bzw. Ölsaaten eingebracht werden. Allerdings kann der Begriff „Superlative“ auch auf der Verbrauchsseite zur Anwendung gebracht werden. Nie zuvor wurden so viel Getreide bzw. Ölsaaten zur Befriedigung des Bedarfs benötigt wie im Wirtschaftsjahr 2025/26.

Die Getreideernte taxieren die Schätzer in der Aprilschätzung auf den höchsten Stand im Verlauf des Getreidejahres 2025/26 mit 2.442 Mio.t.. Das liegt mit einem Plus von rund 7 Mio.t erneut oberhalb der Vormonatsschätzung. Die Ölsaatenernte 2025/26 sieht das USDA in seiner Aprilschätzung erneut optimistischer. Die Welt erwartet hier mit einer Spitzenernte von rund 698,2 Mio.t (+ 0,7 gegenüber März) den höchsten Wert, der jemals geschätzt wurde. Der Bilanzüberschuss begrenzt sich allerdings auf ein Plus von + 2,7 Mio.t.. (Werner Schmid; w.schmid-markt@gmx.de)

Analyse der EU-Daten vom 26.3.2026

In der ersten Einschätzung der Ernte 2026/27 taxiert die EU-Kommission die Getreideernte 2026/27 des Sommers 2026 auf 278,1 Mio.t (Vj.: 287,3). Ausgangspunkt der Schätzung ist eine leichte Ausdehnung der Anbaufläche um plus 1,1% auf 50,65 Mio. ha (Vj.: 50,1) bei allerdings schwächerem Durchschnittsertrag von 5,49 t/ha (Vj.: 5,73). 

Bei einer geringfügig auf 23,57 Mio.ha (- 0,6%) eingeschränkten Weizenfläche wird mit 133,6 Mio.t (- 6,1%) deutlich weniger Weizen erwartet. Mais soll es trotz leicht rückläufiger Fläche auf 8,39 Mio.ha (- 1,3%) mit 61,2 Mio.t (+ 5,3%) wieder etwas mehr geben. Besonders starke Veränderung werden bei der Gerste erwartet. Hier soll die Anbaufläche auf 11,09 Mio.ha (+ 11,0%) deutlich zugelegt haben, allerdings fällt die Erntemenge mit 54,7 Mio.t (- 1,7%) dennoch knapp unter das Vorjahresergebnis. Triticale (10,7 Mio.t; - 6,2%), Hafer (7,64 Mio.t; - 13,9%) und Roggen (6,90 Mio.t; - 6,2%) soll es im Vergleich zum Vorjahr weniger geben. (Werner Schmid; w.schmid-markt@gmx.de)

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