Datenanalyse Pflanzliche Märkte

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Hier finden sie die Analyse  der EU-Daten vom 29.09.2026 und der USDA-Daten vom 9.10.2026

Analyse der EU-Daten vom 29.09.2026

In der siebten Einschätzung der Ernte 2026/27 bestätigte die EU-Kommission die außergewöhnlich schwache Getreideernte in Europa im Sommer 2026. Erneut korrigierten die Schätzer die Ernte leicht nach unten. Mit nur noch 262 Mio,t belegt diese Ernte den vorletzten Platz im Rückblick der vergangenen 12 Jahre. Grund dafür waren die außergewöhnlich trockenen Bedingungen in Süd- und Mitteleuropa, die auch Ende September noch unvermindert anhalten. Lediglich im Norden gab es etwas mehr Regen für eine nahezu „normale“ Ernte. Die schwache Ernte in Verbindung mit einem als nahezu unverändert eingeschätzten Binnenverbrauch von 260,2 Mio,t lässt den Selbstversorgungsgrad auf nur noch 100,7% schrumpfen

Analyse der USDA-Daten vom 9.10.2026

In der sechsten Einschätzung des Erntejahres 2026/27 durch das US-amerikanischen Agrarministerium (USDA) korrigierten die Schätzer die Getreideernte gegen die Erwartungen des Marktes eher leicht nach oben. Mit 2.411 Mio.t wird die Ernte um 1 Mio.t höher gesehen als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr beläuft sich das Minus auf 62 Mio.t. Entsprechend fällt der Rückgang der Endbestände mit minus 30,8 Mio.t etwas geringer aus. Zum 30.06.2027 wird ein Wert von 589,3 Mio.t erwartet. Damit fallen die Endbestände deutlich besser aus als in der Vormonatsschätzung, als man noch einen Bestand von 581,3 Mio.t erwartet hatte. Zu dieser besseren Einschätzung trägt das aktuelle Jahr 2026/27 allerdings nur einen kleinen Betrag bei. Vielmehr haben die Schätzer den Zuwachs der Endbestände des Vorjahres 2025/26 in der Oktoberschätzung nochmals um gut 7 Mio.t nach oben korrigiert, so dass das aktuell deutlich bessere Bild entstehen konnte.
Bei den Ölsaaten prognostizieren die Schätzer erstmals seit Schätzungsbeginn des Erntejahres 2026/27 im Mai ´26 einen leichten Rückgang der Erntemengen. Mit 722,2 Mio.t wird die Ernte um knapp 1,3 Mio.t schwächer gesehen als im Vormonat (723,5). Soja soll es mit 442,7 Mio.t zwar etwas mehr geben als im September geschätzt (422,3). Die Ernten für Raps (- 0,4 Mio.t auf 99,6) und Sonnenblumen (- 0,1 Mio.t auf 63,6) hingegen mussten leichte Abwärtskorrekturen hinnehmen. Das eigentliche Minus in der Gesamtmenge der Ölsaaten kommt allerdings von Seiten der Erdnussernte (- 0,9 Mio.t auf 50,1) sowie der Palmkernernte (- 0,5 Mio.t auf 20,5), während Baumwollsaat und Kokos als nahezu unverändert eingeschätzt werden. (Werner Schmid; E-Mail:w.schmid-markt@gmx.de) 

die gesamte Übersicht der Datenanalyse finden Sie hier...