Hier finden sie die EU-Daten vom 25.06.2026
Analyse der EU-Daten vom 25.06.2026
In der vierten Einschätzung der Ernte 2026/27 korrigiert die EU-Kommission ihre Erwartungen für die Getreideernte im Sommer 2026 erneut nach unten. Mit 273,7 Mio.t wird diese inzwischen als leicht unterdurchschnittlich gesehen (Ø 10 Jahre: 277,3; Vorjahr: 289,9). Ausgangspunkt der Schätzung ist eine leichte Einschränkung der Erntefläche auf 49,37 Mio. ha (Vj.: 49,87) bei gleichzeitig schwächerem Durchschnittsertrag von 5,54 t/ha (Vj.: 5,81). Insbesondere die Hitze unt Trockenheit des Vorsommers macht sich inzwischen in weiten Teilen Europas bemerkbar.
Mit 134,2 Mio.t (- 5,8%) wird deutlich weniger Weizen erwartet als im Vorjahr. Grund dafür ist ein leichter Rückgang der Anbaufläche auf 23,62 Mio.ha (- 0,3%) sowie die Erwartung eines wieder durchschnittlichen Ertrags von 5,70 t/ha (- 6,4%). 2025 brachte bekanntlich einen Spitzenertrag bei Weizen von 6,05 t/ha, welcher rund 0,53 t/ha oberhalb des 10-Jahres-Durchschnitts von 5,52 t/ha lag. Mais soll es auf rückläufiger Fläche von 8,18 Mio.ha (- 3,3% zum Vorjahr) mit 59,9 Mio.t (+ 0,3%) weniger geben als im Vorjahr (60,2 Mio.t; - 0,5%). Die Gerstenanbaufläche soll mit 10,18 Mio.ha gegenüber dem Vorjahr zugelegt haben (9,97 Mio.ha; + 2,1%), allerdings fällt die Erntemenge mit 51,7 Mio.t (- 7,0%) erheblich unter das Vorjahresergebnis. Triticale (10,53 Mio.t; - 7,7%), Hafer (7,62 Mio.t; - 13,8%) und Roggen (6,92 Mio.t; - 5,3%) soll es im Vergleich zum Vorjahr weniger geben. (Werner Schmid; w.schmid-markt@gmx.de).