Lesezeit:
  • Teilen

Datenanalyse Pflanzliche Märkte

In der elften Einschätzung der Ernte 2025/26 hob die EU-Kommission die Getreideernte des Sommers 2025 nochmals marginal um 0,2 Mio.t auf 287,4 Mio.t an. Die Getreideernte läge damit in diesem Jahr rund 33,5 Mio.t über dem schwachen Ergebnis des Vorjahres (253,9)...

Analyse der EU-Daten vom 29.01.2026

In der elften Einschätzung der Ernte 2025/26 hob die EU-Kommission die Getreideernte des Sommers 2025 nochmals marginal um 0,2 Mio.t auf 287,4 Mio.t an. Die Getreideernte läge damit in diesem Jahr rund 33,5 Mio.t über dem schwachen Ergebnis des Vorjahres (253,9). Getragen wird dieses Plus von einer minimal größeren Anbaufläche und einem winzigen Plus beim Ertrag. Gegenüber dem Vorjahr wird die Anbaufläche unverändert um rund 1 Mio. ha größer gesehen (2025: 50,09 Mio.ha; Vj.: 49,09). Auch der gute Durchschnittsertrag mit 5,74 t/ha (Vorjahr: 5,17) lässt die Erntemenge hoch ausfallen. Im Rückblick der vergangenen 10 Jahre liegt die Ernte 2025 in der EU-27 auf Platz 3. Nur die Ernten der Jahre 2019 und 2021 waren noch etwas besser

Mit 23,72 Mio.ha wurde wieder mehr Weizen ausgesät als im Vorjahr (+5,3 %), da sich die Aussaatbedingungen im Herbst 2024 deutlich zeigten als das Jahr zuvor. Und mit 6,00 t/ha wird ein um + 13,9% höherer Ertrag genannt als im Vorjahr (5,27). In Summe errechnet sich daraus eine Weizenernte (einschl. Hartweizen) von 142,3 Mio.t, das sind rund + 20,0% mehr als 2024 (118,6). Mais litt 2025 v.a. im Süden Europas unter der Trockenheit. Für Polen hingegen wurde die Maisernte in der zurückliegenden Novemberschätzung auf 10,3 Mio.t angehoben. Mais soll es nach der Januarschätzung mit 58,2 Mio.t aber immer noch deutlich weniger geben als man im Frühjahr erwartet hatte (April: 65,0). Bei Gerste sieht die EU-Kommission im Januar eine Ernte von 55,7 Mio.t. (Werner Schmid; w.schmid-markt@gmx.de)

die gesamte Übersicht der Datenanalyse finden Sie hier...