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Werner Schmid

Referent pflanzliche Märkte


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Marktlage Raps

Die Welt-Rapsbilanz zeigt sich im Wirtschaftsjahr 2018/19 nach der Märzschätzung des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) marginal defizitär. Einer Produktion von 70,9 Mio.t steht ein Verbrauch von 71,2 Mio.t gegenüber. In der EU-28, Stand März 2019, soll 2018 auf 6,96 Mio. ha Anbaufläche Raps angebaut worden sein. Die Erntemenge, wel-che im April 2018 noch auf 22,6 Mio.t geschätzt wurde, wird aktuell von der EU-Kommission noch mit 19,86 Mio.t angegeben. Im Schnitt werden die Druschergebnisse um 10 bis 20% niedriger eingeschätzt als im Vorjahr, wobei im Norden und Osten Deutschlands im Einzelfall auch Ertragseinbußen von 50% und mehr zu verzeichnen waren. Das Statistische Bundesamt schätzt die deutsche Rapsernte auf 3,68 Mio.t (Vj. 4,28; minus 14,5%). Für die Ernte 2019 wird nach ersten Zahlen EU-weit auf einer Fläche von 6,24 Mio.ha eine Rapsernte von 19,88 Mio.t erwartet. Deutschlandweit soll auf 0,917 Mio.ha Raps (Vj. 1,22) stehen, die Ernteerwartung beläuft sich auf 3,19 Mio.t. Auch die schwachen fundamentalen Vorgaben konnten beim Raps in den letzten Wochen einen Preisrückgang nicht verhindern. Gründe dafür waren v.a. die gute Versorgung im Sojabereich, insbesondere die hohen Sojabestände der USA, eine weltweit gute Pflanzenölversorgung (v.a. Palmöl) und die Diskussion um Biokraftstoffe in der EU. Denn die Verwertung von Rapsöl im Biodieselbereich ist eine der tragenden Säulen für gute Rapspreise. Die Erzeugerpreise für Raps liegen zwischenzeitlich mit 33,- €/dt um 2,- €/dt unter den Werten zum Jahreswechsel. Franko Mannheim notiert Rapsschrot mit 22,50 bis 23,- €/dt erheblich schwächer als noch vor Wochen. Rapsöl (Raffinat) fob Hamburg hingegen tendiert seit-wärts bei 760 bis 790 €/t.

29.03.2019

Raps Baden-Württemberg
Raps 10 Jahre

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AGRARMÄRKTE 2018

Kapitel 3 Ölsaaten und Eiweißpflanzen

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Terminmarkt Raps

In der Märzschätzung des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) wird die Welt-Rapsbilanz des Jahres 2018/19 als marginal defizitär beschrieben, nachdem im Jahr zuvor eine leicht überschüssige Welt-Rapsbilanz verzeichnet wurde. Von Seiten der Sojaversor-gung kommen, trotz leicht zurückgenommener Zahlen, eher preisbremsende Signale. Hier wird unverändert von einer soliden Versorgung mit deutlich überschüssiger Bilanz 2018/19 ausgegangen. In Summe konnte die schwache Ernte von Raps in Deutschland, aber auch in angrenzenden EU-Mitgliedsstaaten wie Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn nur übergangsweise kursstützend auswirken. Ende Januar notierte der MAI19 an der MATIF leicht fester bei knapp 374,50 €/t. Unter dem Eindruck der sehr soliden Versorgung im Ölsaatenkomplex, dem Handelsstreit zwischen den USA und China, verbunden mit den Kursrückgängen im Sojakomplex konnten sich die Rapskurse jedoch nicht halten. Ende März 2019 notiert der MAI19 an der MATIF nur noch in einem Band zwischen 352 bis 360 €/t. Von Seiten des Wechselkurses Euro/Dollar sind derzeit kaum Impulse zu erwarten.

31.01.2019

MATIF Rapsnotierung
Matif offene Kontrakte Raps
Rapskontraktkurse ICE Winnipeg
Rapskontraktkurse ICE Winnipeg in $

RAPSPREISE



2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

28,4

37,6

26,1

32,0

44,0

45,6

39,7

33,3

34,8

35,4

36,5
35,0

06/07

07/08

08/09

09/10

10/11

11/12

12/13

13/14

14/15

15/16

16/17

17/18

24,5

37,6

29,6

26,5

41,9

43,3

45,4

35,4

32,0

35,4

39,3

35,9

Erzeugerpreise in Baden-Württemberg, frei Erfasser, in €/ dt, ohne MwSt.

Winterraps 2017

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