Marktlage Pflanzlicher Bereich

Getreide Feld; Bild R. Müller LEL

KW 47/22

Sojaschrotpreis geben leicht nach

Der Ölsaatenmarkt zeigt sich auf Seiten der fundamentalen Daten weltweit weiterhin als gut versorgt. Das US-amerikanische Agrarministerium (USDA) schätzte zuletzt in der ersten Novemberhälfte die Sojaernte auf 390,5 Mio.t. Bei einem Verbrauch von 380,2 Mio.t würden die Bestände auf 102,2 Mio.t anwachsen und damit wieder über der 100 Mio.t-Marke liegen. Noch etwas freundlicher die Situation bei Raps. Einer Spitzenernte von 84,8 Mio.t soll ein Verbrauch von 80,8 Mio.t gegenüberstehen. Die Palmölernte allerdings soll nach Meinung der Schätzer mit 78,2 Mio.t rund 1 Mio.t niedriger ausfallen als man im Oktober noch angenommen hatte. Grund dafür ist eine schwächer eingeschätzte Ernte in Malaysia. Dennoch wachsen die weltweiten Palmölbestände auf einen Spitzenwert von geschätzt 16,9 Mio.t an.
Die Preisentwicklung bei den Schroten, insbesondere bei Sojaschrot, wird derzeit von 2 Faktoren maßgeblich geprägt. Zum einen gaben die Sojabohnenkurse an der CBoT nach Veröffentlichung der USDA-Zahlen am 09. November 22 nach. Zum anderen ist der Euro mit 1,02 US-Dollar je Euro wieder erheblich stärker wie zu Beginn des Monats, als er noch um 0,98 US-$ je Euro notierte.
Beide Faktoren führten zu einer leichten Abwärtsbewegung der Sojaschrotpreise aller Qualitäten, sowohl an der Warenbörse im Mannheim als auch bei den Erzeugereinkaufspreisen. Kostete 44er Sojaschrot in Mannheim in KW 43 im Mittel noch um 61 €/dt, so sind es in KW 47 noch 53,60 €/dt. Auch EU NON GMO-Sojaschrot gab von 71,- €/dt in KW 43 auf aktuell 66,30 €/dt in KW 47 nach. Rapsschrot zeigte in den letzten Wochen hingegen deutlich weniger Schwäche und kostete in KW 43 in Mannheim im Mittel 38,30 €/dt, aktuell in KW 47 sind es 36,80 €/dt. 
Auf Erzeugerpreisebene ist der Preisabschwung nur abgeschwächt angekommen. An den Märkten zeigen sich gar wieder erste Stabilisierungstendenzen. Eine wichtige Frage für die weiteren Entwicklungen der Schrotpreise wird unter anderem sein, wohin sich der Euro bewegt. 

© Ockert, LEL Schwäbisch Gmünd
www.agrarmaerkte-bw.de

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