Marktlage Pflanzlicher Bereich

pflanzliche Märkte

KW 01/22

Sojaschrotpreise legen zu 

Während die Getreidekurse, allen voran der Weizen, an der Euronext in Paris, aber auch an der CBoT (Chicago Board of Trade) zum Jahreswechsel eine deutliche Kurskorrektur nach unten vollzogen zeigten sich die Ölsaatenkurse davon unbeirrt und setzten ihren Weg nach oben weiter fort. 

Die Pflanzenöle, sowohl aus Soja, insbesondere aber aus Raps, wie auch die Schrote konnten deutlich zulegen. Dies bildete den Grundstock für eine hohe Wertigkeit der Rohstoffe. Der vordere Rapskontrakt (FEB22) an der Euronext in Paris erklomm in der 1 Januarwoche Fabelwerte über 830 €/t. Auch die Sojabohnennotierungen an der CBoT konnte sich in den zurückliegenden Wochen um gut 15% auf rund 1.400 US-Cent/Buschel befestigen.

Die Gründe sind vielschichtig, die wichtigsten dennoch schnell genannt. Ungünstige Witterungsbedingungen in Südamerika schüren die Befürchtung, dass sowohl in Brasilien als auch in Argentinien nicht die Mengen an Sojabohnen gedroschen werden, die man sich erhofft hatte. Die Knappheit bei Raps verteuert Rapsöl und –schrote erheblich. Das wirkt stützend auf den Sojasektor. Rohöl, das vor genau einem Jahr noch um 50 US-Dollar/Barrel notierte kostet heute rund 80 US-Dollar/Barrel. Ein Plus von 60%. Und nicht zuletzt schwächelt der Euro in Relation zum US-Dollar. Bekam man vor einem Jahr für 1 Euro noch 1,22 US-Dollar, so sind es heute gerade mal 1,13 US-Dollar. Das verteuert die notwendigen und umfangreichen Ölsaatenimporte in die EU-27 zusätzlich.

Mit Spannung erwartet der Markt die neuen Zahlen des USDA-Berichts (US-amerikanisches Agrarministerium). Diese werden am späten Abend des 12. Januar veröffentlicht. Die Mehrzahl der Marktteilnehmer erwartet in Sachen Ölsaaten kaum Entspannung. Wenn Sie diesen Artikel lesen, sind die Zahlen bereits bekannt.

Ende 2021 lag der Erzeugerpreis für 43/44 er Schrot im Dezember bei rund 45 €/dt. 48er HP-Schrot, welcher zu Jahresbeginn bei 50 €/dt gelegen hatte, wurde im Dezember bei 48 €/dt gesehen. Weiter außergewöhnlich teuer ist GVO-freier Schrot. Dieser kostet gut 75 €/dt. Und Entspannung scheint für vordere Ware kaum Sicht. 

© W. Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd
www.agrarmaerkte-bw.de

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