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 Futtermittelpreise in BW

Verfügbarkeit als entscheidender Faktor

Der Futtermittelmarkt bleibt geprägt von der Verfügbarkeit. Nach einem Vorjahr welches für die Veredlungsbetriebe wohlgesonnen war drehte sich nicht nur der Markt für Ölschrote in 2026 auch Futtergetreide zeigte nach der schwachen Ernte 2026 wieder fester. 
Bei den Sojabohnen sorgen derzeit die rasche Ernte sowie die guten Erträge in den USA für Druck an den Börsen. Bei den Ölschrotpreisen in Baden-Württemberg wirkt sich dies nur bedingt aus. Niedrigwasser und damit die verringerten Transportkapazitäten, wie bereits in den vergangenen Monaten, verursachen weiterhin höhere Kosten und Umstände. Aber nicht nur die höheren Kosten belasten den Markt, sondern auch die grundsätzliche Verfügbarkeit. Prompte Ware erfährt in den letzten Wochen und Monaten eine höhere Nachfrage als spätere Termine. Auch andere Ölschrote welche als Eiweißträger dienen, wie beispielsweise Rapsschrot ist davon betroffen. Höhere Preise beim Rapsschrot Anfang Oktober von über 33 €/dt werden aktuell nicht mehr aufgerufen. Von Ölmühlen wird eine geringe Verfügbarkeit von Raps bei weiterhin hohen Preisen berichtet. 
Beim Futtergetreide zeigen sich aktuell nachgebende Preise insbesondere beim Futterweizen. Futtergerste und Futterweizen liegen derzeit jeweils bei 18 €/dt. Insbesondere beim Weizen wirken sich die aktuellen Berichte aus der Schwarzmeerregion über wiederaufgenommene Lieferungen über die Meerenge von Kertsch belastend aus. 
Auch beim Körnermais zeigen sich derzeit starke äußere Einflüsse. An der Börse in Paris zeigt sich seit Anfang Oktober ein Rückgang beim Frontmonat MÄR 27, der Kassamarkt hingegen ist weiterhin unverändert aufgrund der negativen Bilanz, auch wenn die Ernte noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Die USDA erwartet beim Mais auch global eine defizitäre Bilanz dennoch wirkt die zügige Ernte in den USA und sinkenden Sojabohnenkurse belastend. Gleichzeitig werden die Körnermaispreise an der CBoT von einer guten Exportnachfrage gestützt.
Abzuwarten bleibt nicht nur in wie fern der Export von Ware aus der Schwarzmeerregion verläuft, sondern auch die Erntemengen auf der Südhalbkugel welche jetzt in den Wintermonaten geerntet wird. 
Experten erwarten zwar steigende Pegelstände was der Binnenschifffahrt zugutekommt, wesentlich steigende Pegel und damit eine Entlastung der Logistik, was eine bessere Verfügbarkeit bedeutet, wird jedoch erst nach einer Schneeschmelze erwartet.

©Frowin Brühl,  LEL Schwäbisch Gmünd
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