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 Erzeugerpreise pflanzlicher Produkte aus BW

Trotz belastender Hitze - Aussicht auf gute Erträge

Aktuell ächzt der Südwesten unter den hohen Temperaturen, dies belastet auch die Bestände. Erwartet werden dennoch gute Ernten.
Die hochsommerlichen Temperaturen aktuell belastet die Bestände insbesondere Sommerungen. In der neusten Schätzung des DRV wird weiterhin von einer leicht überdurchschnittlichen Ernte ausgegangen. Damit hält der DRV die Erwartungen auf eine gute Ernte aufrecht. Nach der überdurchschnittlichen Ernte des Vorjahres wird die neue Ernte jedoch nicht an die Erntemenge des Vorjahres anschließen können. Demnach werden insbesondere die Sommerungen schlechter als im Vorjahr eingeschätzt. Mit 44,1 Mio. t gesamt wird damit 2,6 % weniger Getreide als im Vorjahr erwartet. Beim Raps hingegen erwartet der DRV eine um 4,7 % höhere Produktion, dies ist allerdings nicht durch höhere Erträge bedingt, sondern durch einen ca. 5 % höheren Anbauumfang.
Auch in der dritten Schätzung der EU-Kommission wird trotz der geringer als im Vorjahr erwarteten Ernte von guten Erträgen ausgegangen.
Die Preise sind momentan weiterhin geprägt von den zwei großen Einflussfaktoren welche schon seit Wochen bzw. Monaten dominieren. Geopolitik, insbesondere die Lage am Persischen Golf und die gute Versorgungslage aus dem Vorjahr welche für einen trägen Markt sorgen sind bestimmend. Mit dem aktuellen Geschehen im Irankrieg waren sinkende Kurse an der Euronext zu beobachten. Zu Beginn der Woche konnte der Weizen jedoch wieder Gewinne verbuchen, da die anhaltende Wetterlage nicht nur in Süddeutschland mit Sorge betrachtet wird.
Beim Raps konnte in der Vorwoche ebenfalls ein fallender Kurs an der Börse in Paris beobachtet werden. Aufgrund des neuen Abkommens zwischen den USA und dem Iran hatten die fallenden Rohölpreise Einfluss auf die Rapspreise. Zu Beginn der Woche stützte die Wetterlage auch beim Raps die Preise. Im Sog des Rohöls fielen derweil auch die Preise für Sojabohnen an der CBoT was zu einer guten Verfügbarkeit von Sojaschroten bei uns führt, wenn auch nicht zu den Preisen wie vor dem Irankrieg.
Welchen Einfluss das Wetter im WJ 26/27 haben wird, wird sich in den kommenden Monaten noch zeigen. Ist die anhaltende Dürre in Teilen Australiens nur der Anfang oder halten die bisherigen Schätzungen ihr Versprechen und uns erwarten gute Ernten.

©Frowin Brühl,  LEL Schwäbisch Gmünd
 www.agrarmaerkte-bw.de