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Weizenkurs an der MATIF weiter unter Druck



Zwar bleibt auch nach der aktuellen Septemberschätzung des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) vom Dienstag dieser Woche die Prognose bestehen, dass die Welt-Getreidebilanz 2017/18 ein Defizit zwischen Erzeugung und Verbrauch aufweisen wird. Die Endbestände zum 30.06.2018 werden gegenüber dem Vorjahr um rund 24 Mio.t auf 494 Mio.t schrumpfen.

Dennoch zeigen sich die Weizenkurse weltweit unter Druck. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand. Tatsächlich hat das USDA seine Ernteschätzung mit 2.061 Mio.t (Getreide ohne Reis) gegenüber der Augustschätzung deutlich um 4 Mio.t nach oben korrigiert. Vor allem eine höhere Weizenernte in Russland, und damit ein höheres Exportvolumen, sind dafür verantwortlich. Hinzu kommt, dass die EU-Kommission zuletzt die europäische Ernte ebenfalls um 2 Mio.t auf 298 Mio.t nach oben berichtigt hat. Das voraussichtliche Schrumpfen der Endbestände wird entsprechend weniger stark ausfallen. Hinzu kommt, dass sich die Welt-Getreideversorgung mit einem Endbestand von 494 Mio.t immer noch mehr als solide zeigt.

Ein weiterer Faktor belastet insbesondere die europäischen Weizenkurse. Zwischenzeitlich hat sich der Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich auf rund 1,20 US-/Euro erholt. Mit der Konsequenz, dass die europäischen Getreidepreise und -kurse unter Druck stehen.

Am physischen Markt zeigt sich, dass europäisches Getreide, v.a. qualitativ gute Ware, dennoch eher knapp ist. Bislang konnten die Erzeugerpreise dem Kursrückgang an der MATIF in Paris trotzen. Es besteht auch eine gewisse Hoffnung, dass die Kurse im 4. Quartal oder zum Jahreswechsel wieder die Richtung nach oben finden könnten. Ein Risikofaktor bleibt allerdings die Entwicklung des Euro. Sollte dieser weiter an Wert zulegen, könnte dies eine mögliche Kurswende nach oben bremsen oder gar unmöglich machen. Mit der Konsequenz, dass auch die Erzeugerpreise stärker unter Druck geraten würden.

© LEL Schwäbisch Gmünd
www.agrarmaerkte-bw.de

Stand: 13.09.2017

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Quelle: LBV

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