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Aktuelle Preise KW 32/18

(Baden-Württemberg)
 

Brotweizen
165
€/t
Braugerste
200
€/t
Futtergerste
160
€/t
Körnermais
n.n.
€/t
 
Raps
350
€/t

Quelle: LBV

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Erzeugerpreis für Weizen im Aufwärtstrend

Die eigentlich erfreuliche Nachricht, dass die Weizenpreise steigen, hat leider auch eine Kehrseite. Auslöser des Aufwärtstrends ist die große Trockenheit, regional sogar Dürre, die 2018 in Deutschland und einigen nord- und osteuropäischen Staaten die Getreideernte deutlich reduzierte. Auf europäischer Ebene hat die Kommission ihre Schätzung der Getreideernte von April mit 306 Mio.t auf inzwischen nur noch 293 Mio.t (Stand Juli) zurück genommen. Alleine für Weizen wurde die Ernteerwartung um knapp 6% von 150 Mio.t auf 142 Mio. t zurück genommen.

Ein vergleichbares Bild zeigt sich in Deutschland. Wurde die Getreideernte im März noch auf 41,5 Mio.t (ohne Mais) geschätzt, so wird aktuell nur noch von 37 Mio.t ausgegangen. Der DBV (Deutscher Bauernverband) taxierte die Ernte zuletzt sogar nur noch auf 36 Mio.t. Gegenüber dem Vorjahr soll die Weizenernte mit 20,8 Mio.t um 3,3 Mio.t schwächer ausfallen.

Entsprechend der Einschätzung einer knappen Versorgung explodierten die Weizenkurse an der MATIF in Paris. So stieg der Septemberkontakt (SEP18) von Mitte Juni bei 172 €/t auf inzwischen über 216 €/t. Am physischen Markt zeigen sich die Erzeugerpreise ganz gegen dem üblichen Abwärtstrend in der Ernteperiode ebenfalls deutlich im Aufwärtstrend.

Derzeit scheint noch keine Grenze nach oben gesetzt zu sein. Gestützt wird dies auch durch die Tatsache, dass die letzte Schätzung der weltweiten Ernte von Weizen ebenfalls leicht defizitär ausgefallen ist. Laut USDA (amerikanisches Agrarministerium) steht einer Ernte von 736 Mio.t ein Verbrauch von 746 Mio.t gegenüber. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass sich auch die Weizenkurse in Chicage (CBoT) im Aufwärtstrend bewegen. Allerdings kann die Welt trotz einer defizitären Welt-Getreidebilanz 2018/19 immer noch auf gut ausgestattete Weltgetreide-Endbestände blicken. Insofern stellt sich schon die Frage, wo der Markt dem Aufwärtstrend ein Ende setzen wird.


© Schmid, LEL Schwäbsich Gmünd

Stand: 09.08.2018

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AGRARMÄRKTE 2018

Kapitel 2 Getreide

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