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Bodenbildung bei den Sojaschrotpreisen in Sicht ?

Die Aprilzahlen des USDA (amerikanisches Agrarministerium) bestätigten wiederholt: Der Sojamarkt zeigt sich weltweit gut versorgt. Zwischenzeitlich wird die Weltsojaernte 2016/17 mit rund 346 Mio.t weit über dem Vorjahr mit 313 Mio.t geschätzt. Hat diese Schätzung Bestand, wäre das mit Abstand die größte Ernte aller Zeit. Der geschätzte Verbrauch liegt bei 333 Mio.t. Die Folge: Die Endbestände zum 30.06.2017 wachsen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 10 Mio. t auf rund 88 Mio.t an.

Vor allem die inzwischen zu großen Teilen eingefahrene Spitzenernte in Südamerika drückt auf die Sojakurse. Brasilien und Argentinien zusammen ernten mit geschätzt 167 Mio.t so viel wie nie zuvor. Im Markt wird berichtet, dass die südamerikanischen Landwirte zunehmend abgabebereit seien, so dass die Ware auch in den Export gehen kann. Die neue US-Ernte Ende 2017 scheint hingegen für die aktuellen Entwicklungen im Markt noch nicht von Interesse zu sein.

Die Großhandelspreise an der Börse Mannheim präsentierten sich in den zurückliegenden Wochen entsprechend leicht rückläufig. Neben den soliden fundamentalen Daten stützt aber auch die leichte Befestigung des Eurokurses von 1,05 US-$ je Euro zu Jahresbeginn auf inzwischen 1,09 US-$ je Euro günstigere Sojaschrotpreise. In Summe geht der Markt aber davon aus, dass das Preistal weitgehend erreicht sein dürfte. Entsprechend zieht das Kaufinteresse für Sojaschrot auch auf spätere Termine, nach dem Sommer, an.

© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd



Stand: 10.05.2017

Aktuelle Preise

(KW 20, Baden-Württemberg)

Brotweizen
145
€/t
Braugerste
178
€/t
Futtergerste
135
€/t
Körnermais
158
€/t
Raps
375
€/t

Quelle: LBV

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