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Raps tendiert deutlich schwächer

Die Rapskurse, und damit auch die Erzeugerpreise, leiden derzeit unter der exzellenten Versorgung der Welt mit Ölsaaten. Nach den Maizahlen des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) weist die weltweite Bilanz aller 7 Ölsaaten eine Erzeugung von 566 Mio.t für 2016/17 aus. Dem steht ein Verbrauch von knapp 551 Mio.t gegenüber. Die Endbestände zum 30.06.2017 sollen auf rund 102 Mio.t anwachsen. Das wäre neben der höchsten Ernte aller Zeiten auch der höchste Endbestand, der jemals zu verzeichnen war.

Vor allem die Versorgung mit Soja ist 2016/17 hervorragend und schafft es damit, auf die Rapskurse zu drücken. Obwohl Raps 2016/17 eine leicht defizitäre Bilanz ausweist.

Für die kommende Saison 2017/18 wird im Moment keine Verschlechterung der weltweiten Ölsaatenversorgung gesehen. Soja soll erneut einen leichten Bilanzüberschuss aufweisen, Raps eine ausgeglichene Bilanz. Die Erwartungen an die EU-Rapsernte wurden in den zurückliegenden Wochen zwar aufgrund der schwächeren Bestände leicht zurückgenommen, dennoch soll die Erntemenge 2017 noch über derjenigen von 2016 liegen. Insofern besteht von Seiten der fundamentalen Daten im Moment nur wenig Hoffnung auf deutliche Besserung an der Preisfront.

Hinzu kommt, dass die Entwicklungen bei wichtigen flankierenden Faktoren derzeit ebenfalls eher gegen steigende Rapspreise sprechen. So notiert Rohöl im Moment seitwärst um 50 US-$ je Barrel, der Euro hat in den letzten Tagen leicht an Wert zugelegt und kratzt an der 1,12 US-$/Euro-Marke. Das heißt: Die Nachfrage nach Rapsöl zur Biodieselherstellung ist eher schwach ausgeprägt, der etwas stärkere Euro verbilligt Sojaimporte. Beides übt damit eher Druck auf die europäischen Rapskurse aus.

© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd



Stand: 29.05.2017

Aktuelle Preise

(KW 25, Baden-Württemberg)

Brotweizen
145
€/t
Braugerste
175
€/t
Futtergerste
140
€/t
Körnermais
155
€/t
Raps
370
€/t

Quelle: LBV

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